Mittwoch, Juli 24 2024

Die über die letzten Jahre erfolgten Offenlegungen und Untersuchungen der Fresken in der gotischen Kirche in Schmiegen brachten mit mehr als 150 m2 nicht nur eine der großflächigsten, sondern auch der am besten erhaltenen Wandmalereien des Zwischenkokelgebiets ans Tageslicht. Während an der Außenwand des Chores eine großformatige Christophorus-Darstellung im Süden und die Jungfrau Maria auf der Ostseite nur noch fragmentarisch zu sehen bzw. zu erahnen sind, bietet der Innenraum einen unvergleichlichen ikonografischen Reichtum.

Nach den bisherigen Erkenntnissen werden die Fresken im Innern der Kirche auf Ende des 14. / Anfang des 15. Jahrhunderts datiert und zeigen mit einer Ausnahme Parallelen zum westlich-gotischen Stil des Malers, der auch in Malmkrog (Mălâncrav/Almakérék) tätig war. Hauptsächlich kam dabei die Fresko-Technik zur Anwendung, bei der die zuvor in Wasser gelösten Farbpigmente wie Ocker, Zinnoberrot, Kupfergrün und Azurblau direkt auf den noch feuchten Kalkputz aufgetragen wurden. Mittlerweile sind an der vollständig bemalten Nordwand vier untereinanderliegende Abschnitte bereits großflächig freigelegt.

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