Stolzenburg / Slimnic / Szászszelindek


Die Stolzenburger Gauburg ist in die Liste der Historischen Baudenkmäler unter der Zahl 2819 aufgenommen.
1282 wird Stolzenburg in den Urkunden als „Stolchunbrecht“ zum ersten Mal schriftlich ewähnrt.
Im Nordteil gab es eine gotische Kapelle, von der aber nach einer Zerstörung (durch die Tataren?) nur noch eine etwa 1 – 3 m hohe Mauer übrig blieb. Über dieser Kapelle wurde später der Glockenturm erbaut. Im Inneren des Burghofs gab es zu Beginn des XIV-ten Jahrhunderts eine romanische Basilika, auf die 1430, quer durch den Burghof, eine gotische Hallenkirche gebaut werden sollte, die aber wegen der herannahenden Türkengefahr nicht vollendet wurde. Auch später nicht. Dafür wurde die Anlage zu einer Verteidigungsburg umgebaut. Ebenso wurde die Kirche am Fuß des Berges in Angriff genommen. Zum Schutz der Gaue des freien Königsbodens und mit Unterstützung des Hermannstädter Magistrats wurde eine gewaltige Ringmauer aus Ziegeln, mit Schießscharten und Pechnasen um Burg Kirche und Pfarrhaus errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch der im NW-Eck der Burg hervorspringende Turm, der bis in unsere Tage als Speckturm diente.
An der Nordostseite der Burg gab es den Haupteingang, einen Torturm mit gewölbter Einfahrt, mit einem Fallgitter und zwei Eichentoren. Dahinter folgte ein kurzer Tunnel, der in den Mittelhof mündete. Aus dem Mittelhof trat man in den Südhof und von dort durch einen bewährten Torturm ins Freie. Dort befand sich der Brunnen. Im XVI-ten Jahrhundert wurde eine Bastei um ihn herum gelegt. Zwei Jahrhunderte später stürzte ein Teil der Mauer ein.

Previous Beitrag in der Sendung "Akzente" vom 24.07.2015
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